Seminartag: Das ABC des Marxismus

Der Kongress beginnt am Donnerstag, den 25. Mai 2016 mit dem Seminartag: Hier nehmen wir uns für eine Einführung in verschiedene Aspekte der marxistischen Theorie einen ganzen Tag Zeit.


Workshop I: Frauenunterdrueckung und Frauenbefreiung

Die Unterdrückung der Frau ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Frauen sind mit Sexismus im Alltag und häuslicher Gewalt konfrontiert. Die Umsorgung von Familie und Kindern, sowie die Pflege Angehöriger lastet nach wie vor hauptsächlich auf ihren Schultern. Erwerbstätige Frauen sind überproportional häufig an schlecht bezahlten und prekären Arbeitsplätzen anzutreffen. Ungeachtet aller Förderprogramme und Gleichstellungsgesetze sind Männer und Frauen immer noch ungleich – doch warum ist das so? In diesem Seminar wollen wir verschiedene feminstische Theorien mit dem Erbe des revolutionären Sozialismus zusammenzubringen und diskutieren.

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Workshop II: Imperialismus

Syrien, Jemen, Ukraine, Mali und viele andere Länder leiden unter Kriegen. Krieg ist kein Ausnahmezustand im Kapitalismus, sondern blutige Normalität des Zwangs, um Ressourcen zu konkurrieren, Märkte zu erschließen oder geostrategische Interessen durchzusetzen. Dieser Zwang hat sich in den letzten Jahren der Weltwirtschaftskrise zugespitzt und die Konflikte nehmen zu.

In diesem Seminar befassen wir uns mit Lenins und Bucharins Imperialismus-Theorien und anschließend der Frage nationaler Befreiungsbewegungen und zuletzt dem spezifischen deutschen Imperialismus.

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Workshop III: Kritik der Oekonomie

In diesem Seminar wollen wir uns mit der ökonomischen Theorie von Karl Marx auseinandersetzen, der zu seiner Zeit mit den liberalen Originalen konfrontiert war. Zunächst werden wir daher die Marxschen Begriffe  der Arbeitskraft und der Ausbeutung besprechen und gemeinsam dem Text „Lohn, Preis und Profit“ diskutieren. Seit dem Ausbruch der letzten Krise 2008 haben Krisentheorien wieder Hochkonjunktur. Deshalb beschäftigen wir uns auch mit der Frage, warum und wie im Kapitalismus Krisen entstehen und befassen uns mit dem sogenannten tendenziellen Fall der Profitrate.

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Workshop IV: Marxismus und Partei

Allein machen sie dich ein: Ohne Organisierung sind wir den Angriffen von Politik und Kapital schutzlos ausgeliefert. Doch welche Art der Organisation ist die Richtige für den Kampf um eine bessere Welt? Die historischen Erfahrungen mit Parteien, ob sozialdemokratisch, stalinistisch oder grün, sind denkbar schlecht. Wir wollen in diesem Seminar die Entwicklung der marxistischen Parteitheorie historisch aufspüren. Wir beginnen mit der Frage, warum Organisierung überhaupt nötig ist und uns dann mit den Theorien von Marx, Engels und Lenin. Zuletzt widmen wir uns Rosa Luxemburgs Bruch mit der Sozialdemokratie und diskutieren die Rolle der LINKEN und die heutige Situation.

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Workshop V: Philosophie

»Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern«, schrieb Karl Marx einst. Dabei ging es ihm nicht darum, das philosophische Denken insgesamt zu verdammen. Vielmehr erkannte er, dass es an der Zeit war, eine neue Philosophie zu erarbeiten – eine Philosophie, die dazu in der Lage sein würde, die Welt zu hinterfragen, um auf eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus hinzudeuten. In diesem Seminar wollen wir uns grundlegende Elemente der marxschen Philosophie aneignen: Was versteht Marx unter dem »historischen Materialismus«. Was ist die »dialektische Methode«? Und was hat Philosophie mit Revolution zu tun?

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Workshop VI: Rassismus und Faschismus

Rassismus müssen wir bekämpfen. Darüber herrscht Einigkeit in der Linken. Doch wie tun wir das am effektivsten? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst klären, was Rassismus eigentlich ist. Ist es nur die »Angst vor dem Anderen« oder doch mehr? Was hat der Kapitalismus mit Rassismus zu tun? Angesichts des Aufschwungs der Rechten möchten wir auch über den Begriff Faschismus diskutieren: Was ist das Spezifische an einer faschistischen Bewegung? Wann ist jemand ein Rassist und wann ein Faschist? Anhand von historischen Beispielen wollen wir Grundrisse einer erfolgreichen antirassistischen und antifaschistischen Strategie entwickeln.

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Workshop VII: Staat und Revolution

Die Debatte um den kapitalistischen „Staat“ und die Frage nach seiner Veränderbarkeit ist aktueller denn je: Was ist der Staat? Welche Interessen hat er? Können wir ihn verändern, und wenn ja, wie? Im Marxismus wird davon ausgegangen, dass der Staat ein Klassenstaat ist, der in Interessensunion mit der kapitalistischen Klasse die ungehinderte Kapitalakkumulation als größtes Interesse hat. Daraus folgt, dass der Staat letzten Endes nur über eine Revolution verändert werden kann. Wieso folgt aus einer marxistischen Analyse des Staates notwendig die Annahme, dass nur eine Revolution in der Lage sein wird, ihn zu verändern? Und ist der Begriff der „Revolution“ noch aktuell?

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